home kontakt impressum

Aktuelles

Neue Referenzstudie der NGVA: Dekarbonisierung durch CNG

Die Klimaziele sind ehrgeizig, die Realität eher ernüchternd. Beim CO2-Ausstoß stagniert die Entwicklung. Der Verkehr ist für ein Gutteil davon verantwortlich, doch auch hier passiert viel zu wenig, um die Hauptursache „fossile Kraftstoffe“ zurückzudrängen. Eine aktuelle Studie belegt, welches Potenzial allein hier steckt – daher setzt auch die NGVA auf Biomethan und Co.

Die gute Nachricht: Europaweit geht es mit dem Auf- und Ausbau der Infrastruktur für methanbasierte Kraftstoffe CNG und LNG voran. Dies liegt insbesondere an der EU-Richtlinie 2014/94/EU, die Mitgliedsstaaten in die Pflicht genommen hat, hier aktiv zu werden.
In einigen Ländern wird seither enormes Tempo vorgelegt – sowohl beim Tankstellenbau als auch bei den Verkaufszahlen von CNG-Fahrzeugen. Der Markt lässt sich also in Schwung bringen und damit auch die Fortschritte bei den Klimazielen.

Bis zu 95 % CO2 Minderung möglich
Der europäische Spitzenverband für CNG-Mobilität NGVA (Natural Gas Vehicle Association) belegt mit einer aktuellen Referenzstudie, die das führende Consulting-Unternehmen Thinkstep durchführte, eindrucksvoll die Möglichkeiten der Dekarbonisierung im Verkehr durch CNG und LNG.

Die Basis stellt rein fossiles, komprimiertes Erdgas dar: Hier beträgt die CO2-Minderung gegenüber Benzin 25 %, gegenüber Diesel 7 %. Doch der gewaltige Vorteil des Energieträgers Methan beruht auf seiner Möglichkeit zur regenerativen Erzeugung, ob aus Speiseabfällen, landwirtschaftlichen Reststoffen, sämtlichen organischen Materialien sowie der synthetischen Herstellung aus Wasser, Ökostrom und CO2 – oder kurz Power-to-Gas.

Schon 20 % Beimischung von „Biomethan“ bedeutet nochmals eine rund 36 % bessere CO2-Bilanz gegenüber klassischen Kraftstoffen, die mit zunehmendem Bio-Anteil weiter steigt. Da auch 100 % Biomethan problemlos möglich ist und vertankt werden kann, reduziert sich der Ausstoß hier bilanziell um 95 %!

Alternativer Kraftstoff, klassische Bewertungsstandards
Zugrunde gelegt wird dabei das Well-to-Wheel-Verfahren, also die Gesamtkette von der Erzeugung bis zum Einsatz im Fahrzeug. Für das bislang aus fossilem Erdgas erzeugte LNG, das insbesondere im Schwerlastverkehr und Transportwesen eingesetzt werden soll, beträgt die CO2-Minderung rund 16 %, also auch hier ein deutlicher Fortschritt, der durch künftige regenerative Prozesse noch deutlich erhöhen ließe. Bei allen Fahrzeugtypen und -klassen gilt, dass die praktische Nutzbarkeit allen Ansprüchen an die Mobilität genügt – ob Fahrverhalten, Komfort, Leistung, Reichweite oder Tankdauer. Durch das Entwicklungspotenzial künftiger Gasmotoren und den Ausbau der Infrastruktur werden Effizienz, Verbrauchs- und Umweltvorteile noch weiter steigen. Und der Einsatz von Methankraftstoff aus den zahlreichen erneuerbaren Quellen macht auch die Whell-to-Tank-Bilanz unschlagbar.

Saubere Luft – automatisch inklusive
Besonders positiv bei der Kraftstoffverwendung von CNG und LNG ist ein praktisch kostenloser Nebeneffekt. Wo im Grunde nichts Schlimmes drin ist (chemisch = CH4), kann bei der Verbrennung auch nichts Böses herauskommen. Dies gilt gleichermaßen für fossiles wie regeneratives CNG. Stickoxide, Rußpartikel, Feinstaub sind hier fast gänzlich Fehlanzeige. Ein doppelter Vorteil also, denn der Kraftstoff mindert faktisch und direkt erhebliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Nicht irgendwo, sondern in der direkten Umgebung. Besser geht’s nicht.


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Steuerermäßigung für CNG beschlossen!

Nach langem und zähem Ringen ist es nun endlich offiziell: Der Bundestag hat in seiner Sitzung in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag um 1.20 Uhr der aktualisierten Beschlussvorlage der Bundesregierung zugestimmt, die Steuerermäßigung für CNG bis 2026 fortzuschreiben. Wie geplant, soll die Vergünstigung schrittweise ab 2024 abgeschmolzen werden.

Besser spät als nie: Nach aufreibenden Jahren des Zögerns sowie zu passend später Stunde hat der Bundestag heute Nacht endgültig die Änderung des Energiesteuergesetzes beschlossen. Damit wird für den Kraftstoff CNG die Steuerermäßigung von bisher 2018 auf 2026 verlängert. Ab 2024 soll sie dann abschmelzen.

Klares Signal für den Marktaufbau
Damit ist der lang erwartete und erhoffte Schritt getan und ein wichtiges Signal an alle Marktbeteiligten gegeben. Diese gewinnen nun Planungssicherheit für Investitionen, den weiteren Aufbau der notwendigen Infrastruktur und des Fahrzeugangebots, so dass auch das Kundeninteresse an der CNG-Mobilität steigt und der Markt endlich „hochläuft“.
Verschiedene Anbieter wie der Volkswagen-Konzern und der Mineralölkonzern Total hatten bereits neue Initiativen und Marketingaktionen pro CNG angekündigt, die mittelfristig für bis zu 1 Million CNG-Fahrzeuge und 2.000 Tankstellen in Deutschland sorgen sollen.

Vorteile für Klima, Umwelt und Gesundheit
Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die Umweltvorteile, CO2-Minderungseffekte und das Nachhaltigkeitspotenzial des methanbasierten Kraftstoffs. Dank der Einspeisemöglichkeit von Biomethan und synthetischem Methan aus Power-to-Gas-Anlagen besitzt der Energieträger mehrere regenerative Quellen und wird zum idealen Partner der Energiewende.
Selbst das fossile Pendant Erdgas ist durch seine einfache chemische Zusammensetzung (CH4) ein Saubermann im Verbrennungsmotor, stößt deutlich weniger CO2 und praktisch keine Schadstoffe wie Feinstaub, Rußpartikel und Stickoxide aus. Mit zunehmendem Bioanteil fährt ein CNG-Fahrzeug dann nahezu klimaneutral – ohne jegliche Veränderung an Motor oder Abgassystem.

So wird CNG-Mobilität schon heute zum Standbein der Dekarboniserung des Verkehrs. Alles in allem ein guter Tag für Klimaschutz, Umwelt und vor allem die Gesundheit der Menschen. Und ein klares Bekenntnis der Politik für diesen wirklich alternativen Kraftstoff.

Denn die Zukunft soll sauber und regenerativ fahren – mit dem Kraftstoff CNG ist das problemlos und kostengünstig möglich – schon heute!


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Neuer Paukenschlag: Volkswagen pusht gemeinschaftlichen Ausbau der CNG-Mobilität!

Nach starken Meldungen zuletzt aus Frankreich und Italien tritt jetzt auch Deutschland aufs „Gaspedal“: 2.000 Tankstellen und eine Million CNG-Fahrzeuge sind die erklärten Ziele für die nächsten Jahre – und die starke Ansage eines neuen Konsortiums rund um den Volkswagen-Konzern.

Kursänderungen sind nicht der schlechteste Weg aus misslichen Lagen. Insofern ist die neue, soeben offiziell verkündete Stoßrichtung des Volkswagen-Konzerns ein großer Schritt, um zur rechten Zeit wieder positive Singale und Akzente zu setzen.

Nach dem Wiener Motorensymposium, auf dem der innovative CNG-Kleinwagenmotor EA211 für VW Polo und Konsorten (sowie für die kleineren Konzerngeschwister) vorgestellt wurde, setzt Volkswagen das neuerliche Engagement im CNG-Bereich sichtbar fort.

Gemäß den Zielen des 2016 vom Bundeswirtschaftsministerium gestarteten „Runden Tisches für Erdgasmobilität“, an dem Fahrzeughersteller, Gasbranche, Tankstellenbetreiber sowie Vertreter wichtiger Kunden aus dem Einzelhandel, Flottenbetreiber und der Öffentlichen Hand teilgenommen hatten, sind jetzt konkrete Ergebnisse absehbar.

Das neue Erfolgsmodell: Kooperationen!
Werden Runde Tische sinnvoll genutzt, kann dabei wirklich Großes entstehen. In diesem Fall die äußerst sinnvolle Kooperation von Fahrzeughersteller(n), Gaswirtschaft und CNG-Tankstellenbetreibern, um dem umweltschonenden Kraftstoff CNG endlich zum lang ersehnten Durchbruch zu verhelfen: Eine Million CNG-Fahrzeuge und rund 2.000 Tankstellen sollen es bis 2025 werden! Die Ziele sind ehrgeizig, aber in einer Gemeinschaft starker Partner durchaus zu schaffen. Zumal mit CNG ein Kraftstoff zur Verfügung steht, der aufgrund seines regenerativen Potenzials optimal zur Zukunft der Mobilität, zur Dekarbonisierung des Verkehrs und der Energiewende passt.

Die künftige Zusammenarbeit beginnt als unterzeichnete Absichtserklärung, doch spricht nichts dagegen, dass diese rasch in die praktische Umsetzungsphase mündet. Auch in anderen europäischen Ländern wie Italien und Frankreich wird schließlich gerade über strategische Kooperationen zwischen Automobilherstellern, Energieversorgern, Netzbetreibern etc. der Ausbau der CNG-Mobilität nach den Vorgaben der EU Richtlinie 2014/94 (Infrastrukturrichtlinie für alternative Kraftstoffe) vorangetrieben.

Starke Player für eine großflächige Offensive
Namhafte Unternehmen haben sich zusammengefunden, um gemeinsam den Ausbau der CNG-Mobilität im Pkw- und Lkw-Verkehr sowie dem kommunalen ÖPNV zu forcieren. Unterzeichnet wurde die Erklärung vom Volkswagen Konzern sowie von E.ON Gas Mobil GmbH, Gazprom NGV Europe GmbH, Gazu GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Open Grid Europe GmbH, Pitpoint B.V. und der TOTAL Deutschland GmbH.
Dabei sind die Partner offen für Beteiligungen weiterer Unternehmen - je breiter die Front, desto größer sind die Erfolgsaussichten der Initiative, die sich sowohl der alternativen Kraftstoffstrategie der europäischen Union als auch dem Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung verpflichtet fühlt.

Regenerativ in die Zukunft: mit CNG sofort!
Nicht nur, dass CNG schon aus fossilen Erdgasquellen sehr sauber und schadstoffarm verbrennt; die zunehmenden erneuerbaren Varianten wie Biomethan aus Abfall- und Reststoffen der Landwirtschaft oder synthetisches Methan aus Power-to-Gas-Anlagen machen den Kraftstoff zum essentiellen Zukunftsfaktor für Verbrennungsmotoren. Auch 100 % erneuerbar sind praktisch und technisch kein Problem, sondern sofort und ohne Veränderungen oder Zusatzaufwand umsetzbar. Das meint auch Dr. Ulrich Eichhorn, Leiter Forschung und Entwicklung des Volkswagen Konzerns: „Der Volkswagen Konzern sieht sich durch seine hohe Reichweite in besonderer gesellschaftlicher Verantwortung bei der Energiewende. Die kurzfristige Verfügbarkeit macht Erdgas zu einem wichtigen Baustein unserer Gesamtstrategie zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft. Durch Beimischung von Methan aus erneuerbaren Quellen kann der Kraftstoff sukzessive noch grüner werden. Das macht ihn auch langfristig zu einem wichtigen Bestandteil der Energiewende im Verkehrssektor!“

Richtig - und weiter so, meinen wir bei gibgas. Ganz neu sind die jetzt verkündeten Ziele zwar nicht – uns kamen sie ja bekannt vor, weil von uns bereits 2013 gefordert, aber umso besser, wenn die lange brachliegenden Hausaufgaben, Versprechen und – vielen Dank! – bestätigten Erfolgsvoraussetzungen endlich konsequent angegangen werden!

Update: 20.06.2017 - Aktionsbündnis geht nächsten Schritt mit CNG-Mobility Days!
Nach der Ankündigung des gemeinschaftlichen Engagements für den Ausbau CNG-Mobilität starteten die Partner nun in die nächste Stufe: Mit den CNG Mobility Days in Hamburg setzen der Volkswagen Konzern, Gasnetzanbieter und die Betreiber von CNG-Tankstellen ihre Initiative zum Ausbau der umweltschonenden Mobilität in Deutschland fort. Die zweitägige Veranstaltung in der HafenCity richtete sich an Flottenmanager, Industrie, Journalisten und Politiker, bot viel Information rund ums Thema, den aktuellen Stand von Fahrzeugen bis Infrastruktur sowie den direkten Austausch mit Experten. Gut um ein komplexes Thema in den Fokus von Entscheidern und Medien zu bringen: Denn CNG, das aus Erdgas, Biomethan oder mit Öko-Strom erzeugtem synthetischen Methan besteht, leistet einen sofort wirksamen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Schadstoffen im Straßenverkehr.


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Neuer TGI-Motor für den VW Polo!

Sind klassische Automessen eher „Hochglanzprospekte“ für Endkunden und Öffentlichkeit, stellen Fachveranstaltungen wie das Wiener Motorensymposium technische Innovationen und Zukunftsentwicklungen für Profis, also Ingenieure, Entwickler und sonstige „Insider“ in den Fokus. Als zukunftsweisendes Antriebskonzept ist die CNG-Technik diesmal stark vertreten und zeigt zahlreiche neue Wege für besonders schadstoffarme Mobilität auf. Vor allem beim gemeinsamen Audi/VW Auftritt.

Volkswagen präsentiert auf dem 38. Wiener Motorensymposium (27. - 28.April 2017) Lösungen für die CO2-neutrale, nachhaltige Mobilität der Zukunft. Neben E-Konzepten setzt der Konzern dabei vor allem auf CNG (Compressed Natural Gas) mit seinem unschlagbaren Vorteilspaket aus sauberem Kraftstoff, sauberer Verbrennung und höchstem Nachhaltigkeitspotenzial. Dazu Dr. Wolfgang Demmelbauer-Ebner, Leiter Ottomotoren-Entwicklung von Volkswagen: „Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung senkt der Kraftstoff CNG den CO2-Ausstoß schon dann, wenn er aus fossilen Quellen kommt. Wird er jedoch auf nachhaltige Weise hergestellt, etwa als Biomethan aus landwirtschaftlichen Reststoffen, ermöglicht er in der Well-to-Wheel-Betrachtung eine deutlich CO2-ärmere Mobilität. Mit dem Begriff e-gas (Anmerkung der Red.: produziert wird es von Audi in zwei Power-to-Gas-Anlagen) bezeichnen wir synthetisch hergestelltes CNG, das aus Überschussstrom der regenerativen Stromerzeugung in speziellen Anlagen aus Wasser und CO2 hergestellt wird. e-gas ist hervorragend geeignet, regenerative Energie für den Verkehrssektor nutzbar zu machen und auch zu speichern. Es ist praktisch ein Partner der Energiewende."

VW Polo mit neuem CNG-Triebwerk
Das jüngste Paradebeispiel für den Einsatz des umweltschonenden Treibstoffs: Der neue Dreizylinder EA 211, ein 1,0-l-TGI-Motor mit 90 PS, der im nächsten Polo-Modell und weiteren Klein- und Kompaktfahrzeugen zum Einsatz kommen wird. Das kleine Powerpaket ist ein bivalentes Aggregat und arbeitet im Gasbetrieb besonders emissionsarm – ob CO2, NOx oder Partikelausstoß. Der kompakte Turbomotor wird die neue Motorisierung für die Kleinwagenklasse im Volkswagen Konzern.

Entscheidend für seine niedrigen Emissionswerte ist die optimale Konvertierung des Methans im Abgas durch ein neu entwickeltes Lambda-Split-Verfahren, das den Katalysator rasch und effizient auf Betriebstemperatur bringt und hält.
Im Warmlauf und bei niedriger Last werden zwei Zylinder mit fettem Gemisch und einer mit magerem Gemisch befeuert. Ein wichtiger Technik-Baustein dabei: die so genannte Taupunktende-freie Lambdasonde, die mittels elektrischer Beheizung schon spätestens 10 Sekunden nach dem Kaltstart regelt.


Stärkere Aktivitäten für den Markt
Neben innovativen technischen Lösungen und einem attraktiven Modellangebot setzt Volkswagen auf den intensiven Dialog mit weiteren Marktbeteiligten sowie politischen Akteuren. In Kooperation mit Energieversorgern, der Gasindustrie, weiteren OEMs sowie Bundesministerien soll CNG als Kraftstoff weiter forciert und die Infrastruktur ausgebaut werden.

Volkswagen verfolgt damit alle Wege zur CO2-neutralen Mobilität. Neben der konsequenten Optimierung bestehender Aggregate bereichern alternative Antriebsarten das Portfolio. In der Gesamtbetrachtung ist die CO2-Relevanz der Kraftstoffe ein wesentlicher Faktor. Hier spielt CNG, besonders als klimaneutrale Variante wie z. B. e-gas, eine immer bedeutsamere Rolle.

Und noch eine gute Nachricht: Um künftige Probleme mit Tankkorrosion aufgrund von Wartungsfehlern zu vermeiden, sollen bei Volkswagen künftig Behälter aus Kohlefaser-Verbundstoff eingebaut werden.

Sogar eine eigene CNG-Sektion bestückt das Programm des ausverkauften Wiener Motorensymposiums.

Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Der Bär brummt - 300.000 x Fiat Panda Natural Power!

Ganz schön groß der Kleine: seit 2007 auf dem Markt, vielfach preisgekrönt, ein Dauerbrenner in den Verkaufsräumen und auf der Straße. Mit dem Fiat Panda Natural Power hat Fiat alles richtig gemacht. 300.000 Stück wurden bislang abgesetzt und ersparen dank des sauberen CNG-Antriebs der Umwelt seither jede Menge Schadstoffe und CO2-Emissionen.

Mit Compressed Natural Gas, oder italienisch „Metano“, kennen sich die Italiener bestens aus. Das Mutterland des umweltschonenden und kostensparenden Antriebs kann auf eine weit über 40-jährige Tradition mit diesem Kraftstoff zurückblicken. Die europaweit meisten Tankstellen und Fahrzeuge dort zeugen vom Erfolg dieses Antriebskonzepts, von dem andere Länder bislang nur träumen können.

Europas erfolgreichstes CNG-Modell - das kommt nicht von ungefähr
Als italienisches „Urgestein“ der Automobilität hat die Marke Fiat im FCA-Konzern einen gehörigen Anteil an diesem Erfolg. Mit aktuell sechs CNG-Modellen im PKW-Bereich (Panda, Punto, Qubo, Doblò, 500L und 500L Living) sowie dem Lancia Ypsilon Natural Power und vier CNG-Nutzfahrzeugen der Fiat Professional Serie (Fiorino, Doblò Cargo, Ducato und Ducato Panorama) ist das Unternehmen hier sehr gut aufgestellt. Der erfolgreiche Kleinbär nimmt dabei mit 300.000 Exemplaren eine klare Führungsrolle vor dem zweitplatzierten Fiat Punto ein. Insgesamt wurden von den Italienern sogar über 700.000 Serienfahrzeuge mit CNG-Antrieb verkauft.

Der Panda-Erfolg hat nicht nur mit dem Faible der Italiener für kleinere Autos zu tun, son-dern auch mit einem überzeugenden Gesamtkonzept und zahlreichen Verbesserungen, besonders seit dem Modellwechsel. Innovative Motorentechnik verbindet sparsamen Verbrauch mit spritzigem Fahrspaß und bester Reichweite. 80 PS leistet das schon oft ausgezeichnete Twin-Air-Triebwerk mit variabler Ventilsteuerung, das aus 0,9-litern-Hubraum mit zwei Zylindern und Turboschub Maßstäbe in seiner Klasse setzt.

Mit einem Normverbrauch von nur 3,1 kg H-Gas sind knapp 400 km Reichweite drin bei gerade mal 85 Gramm CO2 pro Kilometer. Im Vergleich zu Benzin reduziert der Panda Natural Power die CO2-Emissionen um 23 %, Stickoxide sogar um 52 %, Mit Biomethan sieht die Bilanz noch weit besser aus und kann sogar den Elektroantrieb im deutschen und europäischen Strommix in den Schatten stellen.

Für absolute Unabhängigkeit des bivalenten Fahrzeugs sorgt ein zusätzlicher großer Benzintank. Platzangebot und Zuladungsmöglichkeiten sind für ein Auto dieser Kategorie vorbildlich, auch die Ausstattungsmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen.

Von grün bis Gold – rundum ausgezeichnet
Das Jubiläumsexemplar wurde in der feinen „Lounge“-Version und weißer Sonderlackierung aufgelegt und bereits auf dem Autosalon Genf gefeiert. Es geht allerdings nicht in den Verkauf, sondern soll weiterhin als Ausstellungsmodell glänzen. Produziert wird der Panda Natural Power seit November 2011 im traditionsreichen Werk in Pomigliano d'Arco, auch Geburtsstätte zahlreicher Alfa-Romeo Modelle. Die Panda-Baureihe rollte hier seither schon 830.000 Mal vom Band.



Auch die Produktionsstätte Pomigliano d'Arco wurde mehrfach prämiert und konnte die Auszeichnungen sogar in Serie steigern: Silberne und goldene Auszeichnung im World-Class-Manufacturing-Zertifizierungsprogramm (2012 und 2013), Automotive-Lean-Production-Award als Beste Produktion in Europa (2012). Die konsequente Verbesserung von Ressourcennutzung und Umweltstandards in der Produktion führte zu einer weiteren internationalen Auszeichnung im Jahr 2014: dem Lean and Green Management Award.

Bei so vielen Erfolgen sollte der umweltschonende Italiener auch in Deutschland kräftig brummen. Verschiedene Werbeaktionen in der Schweiz mach(t)en auch hier des Öfteren Appetit auf mehr.

Also herzlichen Glückwunsch und „Forza, Fiat Deutschland“!



Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Weltpremiere Audi A5 g-tron - Performance perfect für CNG

Dass es im feinen Genfer Autosalon vom 09. - 19.März 2017 gerne um eher starke, also PS-muskelbepackte Boliden der Hersteller geht, muss hier wohl nicht weiter ausgeführt werden. Für die Anhänger der erstgenannten Kategorie dürfte in den einschlägigen Gazetten und Online-Medien reichlich Material zu finden sein. Als erklärte Plattform für den umweltschonenden CNG-Antrieb interessiert uns natürlich, was sich so alles an Neuem dort tut. Setzen wir also gleich mal zum Sprung an.

Vorsprung durch CNG-Technik – neuester Stand
Vor dem Besuch des Audi Messestands nahm gibgas an der Pressekonferenz der Ingolstädter teil. Und die hatte es in sich. Eine perfekte Performance für den CNG-Antrieb. Vorgestellt wurden die Neuheiten und Meilensteine, ein tragendes Element des Auftritts dabei waren Audi „e-gas“- und die g-tron-Flotte mit dem neuen Flaggschiff A5 Sportback in CNG-Ausführung, die mit diesem Kraftstoff bis zu 80 % weniger CO2 emittieren.
Die Präsentation des ganzheitlich aufgebauten Nachhaltigkeitskonzepts vom Kraftstoff bis zum Fahrzeug war eindrucksvoll - sogar mit Live-Schaltung nach Werlte (Niedersachsen), wo in Audis industrieller Power-to-Gas-Anlage aus überschüssigem Ökostrom, Wasser und CO2 das synthetische Methan zum Antrieb der g-tron-Modelle produziert wird. Noch eindrucksvoller natürlich der A5 Sportback g-tron selbst, der passend dazu vorfuhr und zeigte, dass sich ein hochklassiges Sportcoupe mit souveräner Leistungsentfaltung und klimafreundlichem Gesamtkonzept nicht ausschließen. Als abschließendes Highlight seiner Präsentation wies Audi Vorstand Dr. Voggenreiter darauf hin, dass das Unternehmen für sämtliche g-tron-Modelle in den ersten drei Jahren die Kraftstoffbilanz auf „Grün“ stellt: Der Kunde tankt dabei wie gewohnt und Audi speist eine modellabhängig berechnete, passende Kraftstoffmenge in Form von „e-gas“ wieder ins Erdgasnetz ein.

Voila – das neue Flaggschiff
Mit Emotion und Eleganz, aber ohne Pomp und Protz tritt das neue Coupe A5 Sportback g-tron an. Schnell, stark, sparsam – dank Hightech von unter der Haube bis unter den Kofferraumboden: Dazu gehören das CNG-optimierte 2,0-l-Triebwerk mit 170 PS und 3,8 kg H-Gas-Normverbrauch auf 100 km, die leichten Composite-Tanks mit 19 kg Volumen und der spezielle Druckregler, der dieses Volumen perfekt ausnutzt. So sind bis zu 500 km CNG-Reichweite und weitere 450 km mit dem zusätzlich vorhandenen Benzintank „drin“. So wie auch beim verwandten A4 Avant g-tron, die nun als dynamisches Duo die aktuelle Leistungsspitze im CNG-Bereich bilden – auch optisch eine Wucht sind, die dem CNG-Markt einen ganz neuen Herzschlag gibt.

Metano goes CNG
Für den Hersteller Fiat, der ein beachtliches Modell-Portfolio an CNG-Mobilen aufweist, vertritt der aktuelle Panda Natural Power mit Twin-Air-Triebwerk diesen alternativen Antrieb. Wie beliebt und erfolgreich er nicht nur in Italien ist, dem Mutterland der CNG-Mobilität, zeigt die aktuelle Modellstatistik: mittlerweile ist der Panda 300.000 Mal in seiner umweltschonendsten Variante vom Band gerollt - und fährt zumindest international laut Fiat offiziell mit „CNG“.



100 x 100: Klimaneutrales Carsharing
Einen speziellen Service nicht nur zum diesjährigen Autosalon bietet das Genfer Carsharing-Unternehmen „Catch-a-Car“ in Kooperation mit der Schweizer Erdgas/Biogas: fahren ohne klimaschädliches CO2 dank 100 % Biomethan-Versorgung an den Genfer CNG-Tankstationen.

Am Stand von Erdgas/Biogas und am Volkswagen-Stand stellt das Unternehmen jeweils sein umweltfreundliches Konzept vor. Dort erfahren Besucher auch anhand eines Modells Interessantes über den Weg vom organischen Abfall zum Biogas.

In Genf startete Catch a Car im November 2016 mit 100 VW eco-move Up! Und will das Engagement künftig auf weitere große Städte ausdehnen. Denn mit dem CNG-betriebenen VW ecoUp fahren die Nutzer nicht nur sehr preisgünstig und klimaschonend, jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt auch bis zu vier Autos in Privathand. Das entlastet die Städte nochmals deutlich vom Verkehrsaufkommen.

Wo viel Licht ist…
Leider enttäuschend aus Sicht der CNG-Fahrer war das Angebot am Volkswagen-Stand: Hier propagierte man die automobile Zukunft aktuell nur mit elektrischer Energie, sprich Strom-Fahrzeugen. Auch die tschechische Tochter Skoda verzichtete auf Werbung mit eigenen CNG-Mobilen. Die Hoffnung ruhte also auf Seat, wo der neue Ibiza seine Weltpremiere feiert – jedoch (noch) nicht als CNG-Version. Dennoch ein Vorgeschmack, der Gutes ahnen lässt. Geplante Markteinführung gegen Ende 2017. Immerhin wurde am zweiten Pressetag der VW Caddy TGI ausgestellt.

Mercedes-Benz, immerhin in der von Feinstaub und Stickoxid geplagten Landeshauptstadt Stuttgart beheimatet, könnte wieder einmal zeigen, dass CNG eine attraktive umweltschonende und praktikable Alternative im Angebot des Konzerns ist – doch Fehlanzeige.

Resümee der Pressetage: Aus der Schweiz kamen in letzter Zeit viele gute CNG-Nachrichten. Auch der diesjährige Autosalon hält hier echte Highlights bereit. Umso schöner wäre es gewesen, hätten noch mehr Hersteller die Zeichen der Zeit genutzt und ihre umweltschonenden Modelle ins Rampenlicht befördert.

Weitere Infos zu Audi auf dem Genfer Automobilsalon und ein passender neuer Werbespot


Author: gibgas_exklusiv_bmw

Stuttgarts Müll fährt sauber – mit CNG!

Sieben neue Abfallentsorgungsfahrzeuge hat AWS, die Abfallwirtschaft Stuttgart, am 23. Februar in Betrieb genommen. Mit dem Mercedes-Benz Econic NGT (Natural Gas Technology) wurde dabei ganz bewusst auf den umweltschonenden Antrieb mit CNG gesetzt. Eine saubere Lösung im doppelten Sinn. Die Neuen haben sich bereits positiv in einem sechswöchigen Testbetrieb bewährt.

Die schwäbische Metropole hat durch die spezielle Topographie und das permanent hohe Verkehrsaufkommen häufig Probleme mit entsprechenden Umweltbelastungen durch Feinstaub und andere gefährliche Schadstoffe. Da ist es nur konsequent, bei der täglichen Schwerlast-Aufgabe Müllentsorgung auf saubere und zukunftsweisende Konzepte zu setzen. Mit Mercedes Benz Special Trucks als erfahrenem Partner steht hier ein Unternehmen bereit, mit dem seit vielen Jahren Lösungen für die anspruchsvolle Arbeit maßgeschneidert entwickelt werden. So auch diesmal. Als Fahrzeugbasis diente die Econic-Reihe mit CNG Antrieb (NGT-Version) aus der neuen Motorengeneration M936G. Der 6-Zylinder mit 7,7 Liter Hubraum leistet 222 kW (302 PS), ist sehr sparsam, deutlich leiser und sauberer als vergleichbare Diesel und passt bestens ins Gesamtkonzept. Die monovalenten Econic NGT zeichnen sich durch sehr geringe Stickoxid-, Partikel- und Geräuschemissionen aus. Die im Einsatz gemessenen CO2-Emissionen lagen sogar um rund 23 % unter denen eines Euro VI Dieselmotors, mit Biomethan sind hier noch weitere Verbesserungen möglich.

Gemeinsam in eine saubere Zukunft
Der AWS Stuttgart war von Anfang an als Entwicklungspartner involviert und gab wertvolle Hinweise zu den spezifischen Einsatzanforderungen für das Entsorgungsfahrzeug der Zukunft. Econic Produktmanager Peter Bauer bestätigt, dass mit dieser zukunftsorientierten Investition ein wichtiger Beitrag für eine positive Umweltbilanz geleistet werde. Dafür sorgen die innovative Antriebstechnik mit sparsamem Kraftstoffeinsatz in Kombination mit sehr geringen CO2- und Geräuschemissionen.

„Der AWS hat in Stuttgart dem Feinstaub den Kampf angesagt“, so AWS-Geschäftsführer Dr.Thomas Heß. „Wir freuen uns sehr über die hervorragende Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Special Trucks im Kampf gegen die Abgasproblematik und zugleich die Erhöhung der Sicherheit in unserer extrem emissionsbelasteten Innenstadt.“

Wendig, einsatzfreudig, wirtschaftlich und sicher
Auch an weiteren praktischen Vorteilen im Alltagsbetrieb mangelt es nicht: Die neuen Econic NGT Abfallsammler sind durch den kurzen Radstand von 3900 mm äußerst wendig, haben das gleiche zulässige Gesamtgewicht (26 t) wie die Dieselvariante und hohe Reichweiten. Für Euro VI brauchen sie weder SCR-Technologie mit AdBlue noch Nacheinspritzungsmaßnahmen oder Partikelfilter zur Abgasreinigung. Durch den Beschluss über die Verlängerung der Steuererleichterung für den Kraftstoff CNG bis zum Jahr 2026 hat das Bundeskabinett in Deutschland einen Marktimpuls für den klimaschonenden Antrieb gesetzt. Damit verkürzt sich die Amortisation der Mehrkosten durch günstigere Kraftstoffpreise auf rund 3,5 Jahre, so das Fazit von Dr. Heß. Die tief positionierte Fahrerkabine mit Panorama-Frontscheibe sowie eine voll verglaste Falttür auf der Beifahrerseite sorgen für eine optimale Sicht und damit Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Zweiradfahrer. Das aktive Bremssystem der neuesten Generation runden zusätzliche Systeme wie Stabilitätsregel-, Spurhalte- und Notbrems-Assistent ab. Und auch für angenehme Arbeitsbedingungen der Fahrer und Beifahrer ist gesorgt: neben dem bequemen, tiefen Einstieg gibt es eine Klimaanlage mit Pollenfilter sowie eine neue Truma Erdgaszusatzheizung, die obendrein einen Nutzlastvorteil von 400 kg bringt.

Also eine rundum saubere Leistung, zu der man Stuttgart nur gratulieren kann.


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter