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Aktuelles

Seat Arona CNG: Die SUV-Weltpremiere auf dem Pariser Autosalon

Auch im meist gefragten Fahrzeugsegment tut sich was in Sachen CNG-Antrieb. Seat feiert auf dem Pariser Autosalon die Weltpremiere des Seat Arona TGI, auf der Pressekonferenz höchstpersönlich vorgestellt durch den Vorstand Luca de Meo. Er verkündete gleichzeitig auch den Einstieg der CNG-Modelle von Seat in den französischen Markt.



Crossover Seat Arona TGI
Technisch gleicht er bei der Motorisierung dem Seat Ibiza TGI. Der 1.0 TSI-Motor leistet 90 PS/66 kW. Das maximale Drehmoment von 190 Nm liegt zwischen 1.900 und 3.500 U/min an. Im Gegensatz zum Ibizia erhält der Arona jedoch ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Die höhere Karosserie des Arona lässt die Fahrleistungen etwas milder dastehen: Die 100 km/h werden nach 12,8 Sekunden erreicht. Der Arona kann 14,3 kg CNG tanken, die Behälter sind unterflur angeordnet. Dies sorgt für eine Reichweite von bis zu 400 km im CNG-Betrieb, der Benzintank mit 12 Litern bietet weitere 160 km. Der Arona ist für den Betrieb mit CNG ausgelegt, es kann nicht zwischen den Kraftstoffarten manuell umgeschaltet werden. Es gibt von Seat das volle Ausstattungsprogramm mit Reference, Style, FR und Xcellence. Preise für den deutschen Markt sind noch nicht genannt worden, er soll jedoch noch bis Ende dieses Jahres bestellbar sein.

Premiere 2. Skoda Octavia G-Tec: Mehr PS und größere CNG-Tanks
Warum ausgerechnet Skoda den neuen G-Tec in Paris zeigt, bleibt uns ein bisschen ein Rätsel, weil dort verkauft werden soll er nicht, obwohl das ein sehr gutes Taximodell abgeben würde, gerade für das feinstaubgeplagte Paris.
Trotzdem freuen wir uns auf diese Premiere, denn das bedeutet baldige Bestellbarkeit auf dem deutschen Markt. Der Skoda Octavia G-tec ist ein Deutschland sehr nachgefragtes CNG-Fahrzeug. So nachgefragt, dass er im ersten Halbjahr ausverkauft war und viele Kunden leer ausgingen. Skoda stattet den Octiva mit einen neuen 1,5-Liter-TSI-Motor, aus. Im Octavia G-Tec wird er 130 PS leisten und damit 20 mehr als im bisherigen 1.4 TSI G-Tec. Eine Änderung gibt es bei den Getrieben. Der Neue wird zum Start nur mit Siebengang-DSG ausgeliefert. Viel wichtiger, die CNG-Gastanks und damit die Reichweite im Methanbetrieb wird größer. Die drei CNG-Tanks sind aus Stahl und fassen nun 17,7 kg, der Benzintank schrumpft auf knapp 12 Liter. Dennoch: Skoda verspricht eine Reichweite von 480 km mit einer Tankfüllung CNG. Das würde einen Verbrauch von rund 3,7 kg/100 km entsprechen. Der Kofferraum hat 480 Liter Fassungsvermögen.



Greencenter für Testfahrten
Am Place de la Concorde mitten im Herzen von Paris werden paralell zum Autosalon im „Green Center“ auch Testfahrten mit Alternativen Antrieben angeboten. Der Testfuhrpark besteht überwiegend aus Stromfahrzeugen, jedoch haben es dank Seat auch zwei CNG-Fahrzeuge (Modell: Leon) in den Fahrzeugpool geschafft.





Fazit: Für französische Verhältnisse ist zum diesjährigen Pariser Autosalon erstaunlich viel zur CNG-Mobilität passiert. Und über das Angebot von CNG-Fahrzeugen in Frankreich können sich nun viele Franzosen freuen.


Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Nutzfahrzeug IAA 2018: Noch mehr Premieren!

Der Kraftstoff CNG und LNG ist jedoch nicht nur auf dem Iveco-Stand zu sehen. Es geht weiter mit unserem IAA-Rundgang, nun die Weltpremieren zum CNG- und LNG-Antrieb.

Der Actros von Mercedes
Mercedes stellt für den schweren Verteilerverkehr den Actros NGT vor. Er ist verfügbar als Solofahrzeug mit zwei oder drei Achsen und wird mit dem bewährten Reihensechszylinder M 936 G mit 302 PS ausgerüstet, der die Kraft durch eine Wandler-Automatik auf die Straße bringt. Active Drive Assist sowie Active Brake Assist 5 sind mit an Bord, so dass teilautonomes Fahren sowie maximale passive Sicherheit möglich ist.




Der erste Fernreisebus mit LNG kommt von Scania
Der Fernbusverkehr ist einer der am stärksten wachsenden Sektoren derzeit. Der schwedische Hersteller Scania nimmt sich mit dem Interlink MD LNG dieses Segments an. „Während Busunternehmern, die in Städten und Vororten unterwegs sind, umweltbewusste Fahrzeuglösungen zur Verfügung stehen, gab es für Reisebussen auf ihren entsprechend längeren Strecken bisher keine solche Option. Dies ändert sich nun“, so Karin Rådström, Head of Buses and Coaches bei Scania. „Da LNG zunehmend in ganz Europa verfügbar ist, stellt es eine zeitgemäße und zukunftsfähige Alternative dar, auch für Omnibusse.“ Bei Tagesleistungen von bis zu 1500 km je Tag und Fahrzeug sind die Einsparungen an Emissionen durch den umweltfreundlichen LNG-Antrieb enorm.


MAN zeigt neuen Lions als Gelenkbus
Auch für große Aufgaben gebaut ist der Lions City GL LE, den wir auf dem Stand von MAN kennen lernen durften. Dieser Gelenkbus mit einer Länge von 18,75 m bietet 65 Sitzplätze sowie 82 Stehplätze und ist somit auch für den Stadtverkehr mit hohem Fahrgastaufkommen geeignet. Dabei sorgt ein 310 PS CNG-Motor mit 1250 Nm Drehmoment für ausreichend Vortrieb, das Tankvolumen von 1875 l (ca. 330 kg) lässt einen Schichteinsatz ohne notwendige Zwischenbetankung erwarten.



Auch auf dem Volvo-Stand ist ein LNG-Fahrzeug zu sehen. Der Volvo FH LNG kann als zwei oder dreiachsige Sattelzugmaschine oder Fahrgestell bestellt werden und bietet mit 420 bzw. 460 PS zwei sehr leistungsstarke Motorisierungen.




Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Nutzfahrzeug IAA 2018: Dieselfreie Logistik

Unser Rundgang über die Nutzfahrzeug IAA 2018 in Hannover und der Besuch aller relevanter Pressekonferenzen zeigt: Der Umstieg auf eine innerstädtische, dieselfreie Logistik ist heute mit CNG/LNG in fast allen Transportsparten möglich.

Während jedoch auf den Ständen der deutschen Hersteller und in der deutschen Politik man sich noch sehr auf Studien mit Stromantrieben und Konzeptfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb beschäftigt, geht Iveco mit bestem Beispiel voran. In einem mutigen Schritt hat der italienische Hersteller den kompletten Messestand zur „Dieselfreien Zone“ erklärt und ausschließlich CNG-, LNG- sowie vereinzelt Elektrofahrzeuge präsentiert.

„Yes, we can. And we can do it now!“ ist die zentrale Aussage des Vortrags von Iveco Brand President Pierre Lahutte, der als treibende Kraft den Gasantrieb für Iveco in Europa voran treibt. Entsprechend beeindruckend ist dann auch das ausgestellte Produktportfolio, das sich vom Transporter Daily Natural Power in der Gewichtsklasse bis 7,5 t, dem Verteiler-LKW Eurocargo Natural Power bis 26 t sowie dem Iveco Stralis Natural Power für den schweren Baustellen- und Fernverkehr. Besonderheit und Zeugnis für das Vertrauen in die Technik ist auch, dass es sich bei den Exponaten um bestell- und kaufbare Fahrzeuge handelt, die größtenteils bereits in Kundenhand sind.

Für den schweren Einsatz: Iveco Stralis NP mit LNG und/oder CNG
Mit 460 PS Motorleistung steht jetzt ein LNG-Gasmotor zur Verfügung, der sich auch im schweren Fernverkehr am Berg souverän schlägt. In der LNG-Version ist eine Reichweite von bis zu 1500 km möglich, ohne signifikant an Nutzlast zu verlieren. Ausgestellt ist der Iveco Stralis NP als 4x2 LNG-Sattelzugmaschine mit 1500 km Reichweite, als 6x2 LNG-Sattelzugmaschine mit 750 km Reichweite sowie eine niedrige Sattelzugmaschine mit 1150 km Reichweite.



Doch der Iveco Stralis NP kann noch viel mehr: In Zusammenarbeit mit SDG/Spier wird ein Fahrzeug für den Verkehr mit Wechselbrücken vorgestellt. Ein zusammen mit den Spezialisten von Carrier Transicold entwickelte Kühlfahrzeug ist eine weitere bahnbrechende Branchenpremiere, da hier erstmals auch das Kühlaggregat mit einem CNG-Motor angetrieben wird. Da Kühlaggregate bisher kaum reguliert waren, reduziert dies nicht nur die Lärmemissionen, sondern auch in hohem Maße die NOx-, Feinstaub- sowie CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge.

Auch Baustelle kann der Iveco Stralis NP mit CNG-Antrieb. Als Stralis X-Way NP mit 400 PS und einem elektrisch angetriebenen Betonmischer von CIFA können auch innerstädtische Baustellen emissionsarm angefahren werden. Der Mischer wird von einem Elektromotor betrieben, der durch eine Lithiumbatterie gespeist wird, die durch ein Energierückgewinnungssystem die Bremsenergie des Fahrzeugs rekuperiert.



Vielseitig in der Stadt: Iveco Eurocargo NP mit CNG
Gleich zwei technisch sehr interessante Anwendungen werden mit dem Iveco Eurocargo NP gezeigt. Ein Dreiseiten-Kipper von Meiller ist die perfekte Lösung, um kommunale Aufgaben in Innenstädten sauber und emissionsarm durchzuführen. Auch für den kommunalen Einsatz gedacht ist der Iveco Eurocargo NP, der mit einem Kehrmaschinenaufbau von Johnston Engineering ausgestattet ist. Hier ist es erstmals gelungen, den CNG-Motor des LKW mit einem Hydrostatikgetriebe zu kombinieren, so dass gegenüber bisherigen Fahrzeugen, die üblicherweise mit zwei Dieselmotoren ausgerüstet sind. Da auch hier der zweite Motor im Kehrmaschinenaufbau nicht sehr streng reguliert ist, sind hier dramatische Reduktionen von Abgas- und Lärmemissionen direkt in den abgasgeplagten Straßenschluchten möglich. Bevor deutsche Städte sich mit Strafzahlungen wegen unterlassener Schadstoffreduzierung herumschlagen müssen, sollten sich die Stadtkämmerer das Natural Power Produktportfolio von Iveco näher ansehen.

Bewährt und doch verbessert: Iveco Daily NP mit CNG
Seit vielen Jahren ist der Iveco Daily NP zuverlässig und erfolgreich in der Transporterklasse bis 7,5 to Gesamtgewicht unterwegs. Dennoch gelingt es Iveco, auch dieser Fahrzeug zu verbessern. Mit dem Hi-Matic-Getriebe steht ein vollautomatisches Achtganggetriebe zur Verfügung, das den Stadtverkehr noch komfortabler macht.



Die Vielzahl der Anwendungen beeindruckt. Ein Fahrgestell mit Kühlaufbau von Le Petit Forestier, dem europäischen Marktführer bei der Vermietung von Kühlfahrzeugen, ein 7-Tonner Fahrgestell mit Junge Curtainsider, ein Fahrgestell von Fassi mit mit einem Maxicargo Kippanhänger und Kran für die Stadt Paris sowie einen weiteren Tiefkühlaufbau, dieses Mal realisiert durch die Firma Kerstner. Fast schon gewöhnlich, weil seit Jahrzehnten auch mit CNG-Antrieb in deutschen Städten unterwegs, war der Kastenwagen für die Paketauslieferung, der zusammen mit der Firma Spier realisiert wurde.

Sauberer Personentransport: Iveco Crossway Low Entry NP
Für die Stadt und für den Überlandverkehr geeignet ist Crossway Low Entry NP CNG, der mit Niederflurtechnik und einer Reichweite bis 600 km Maßstäbe setzt.



In wenigen Tagen folgt Teil 2 unseres IAA-Rundganges.




Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Lidl Schweiz: Goodby Diesel - Hello LNG!

Nicht irgendwann umsteuern, sondern so rasch wie möglich – das sagten sich wichtige Teilnehmer der Schweizer Initiative Lean & Green Switzerland und nehmen das Heft in die Hand: Mit dem Projekt „LNG – Brücke in die Zukunft“ setzen das Transportunternehmen Krummen Kerzers und Lidl Schweiz ein deutliches Zeichen.

Die Umwelt- und Schadstoffprobleme durch den Verkehr machen auch vor der Alpenregion nicht Halt. Das beflügelt nun die Unternehmen Lidl Schweiz und Krummen Kerzers, voranzugehen und durch den Einsatz von verflüssigtem Erdgas (LNG) in der LKW-Flotte den CO2-Ausstoß sowie die Luftschadstoffe in der Lebensmittellogistik deutlich und nachhaltig zu reduzieren. Gemeinsam stellten sie das Projekt „LNG – Brücke in die Zukunft“ vor, das ihren CO2-Ausstoß in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent senken soll.



Ein ökologischer und ökonomischer Gewinn
Bei Krummen Kerzers kommt ein Dreiermix aus Fahrertraining, optimierter Transportplanung und schrittweiser Erneuerung der Lkw-Flotte auf Fahrzeuge mit LNG-Antrieb zum Einsatz. Im Frühjahr 2019 will das Unternehmen bereits 20 LNG-Trucks im Fuhrpark haben. Bis Ende 2020 sollen es bis zu 50 dieser Fahrzeuge werden und Lidl der nachhaltigste Discounter der Schweiz sein. "Trotz der höheren Anschaffungskosten sei nach Erfahrungen im Ausland und eigenen Berechnungen neben dem ökologischen Gewinn auch ein ökonomisches Plus möglich", so Inhaber und Geschäftsführer Peter Krummen.

Goodbye Diesel – Hello LNG!
Georg Kröll, CEO von Lidl Schweiz erklärte in seiner gleichnamigen Präsentation, dass die Transportsparte für 30 Prozent der CO2-Emmissionen des Unternehmens verantwortlich sei. Von entsprechend großer Bedeutung ist der Einsatz von LNG-Lkw, die im Vergleich zu konventionellen Diesel-Trucks 10 - 15 % weniger CO2, 35 % weniger Stickoxide und nahezu keinen Feinstaub ausstoßen. Sein Resümee: Wir müssen heute etwas tun, nicht erst in ein paar Jahren.



Keine Tankstellen? Kein Hindernis!
Um die Vorteile von mit LNG betriebenen Lkw aber tatsächlich zu nutzen, fehlt es auch an der nötigen Infrastruktur: Es gibt derzeit in der Schweiz keine einzige LNG-Tankstelle am Netz. Doch im Rahmen ihres Zukunftsprojekts gehen die Unternehmen auch dieses Problem offensiv an. Im Raum Kerzers/Estavayer und am Lidl-Verteilzentrum in Weinfelden soll je eine LNG-Tankstelle errichtet werden, dazu verpflichtet sich mit der Firma Translait ein weiterer Projektpartner, in Gunzgen eine Zapfsäule in Betrieb zu nehmen. Übrigens: Alle drei LNG-Stationen werden öffentlich zugänglich sein, so können auch andere LNG-Lkw dort tanken. Bravo!

Persönliche Anmerkung der Autorin:
Das Engagement von Lidl Schweiz ist beeindruckend. Ich habe es bei solch einem großen Projekt selten erlebt, dass NICHT nach Förderung und Unterstützung durch die Politik gerufen wurde. Lidl und Krummen Kerzens machen's einfach. Bravo!



Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Bewegung im Schwerlastverkehr – durch CNG und LNG!

Die Diskussion um Schadstoffemissionen und Fahrverbote macht auch vor der Transportbranche nicht halt. Wer tagtäglich per LKW weite Strecken zurücklegt und in Städten oder Ballungsräumen unterwegs ist, braucht praktikable, kalkulierbare und zukunftssichere Lösungen. Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen zunehmend auf Methan statt Diesel.

Ganz aktuell setzt beispielsweise im Großraum München der ökologisch orientierte Großbäcker, die Hofpfisterei künftig auf den umweltschonenden Methanantrieb bei der Belieferung der zahlreichen Verkaufsstellen. Getankt wird dabei vor Ort an den CNG-Tankstellen der Stadtwerke München (SWM), da diese die 100 % Biomethan anbieten.


Damit die neue Bewegung noch mehr Fahrt aufnimmt, winken für Gütertransporte ab auch sofort Förderprämien. für die Anschaffung schwerer CNG- und LNG-Nutzfahrzeuge. Diese reduzieren die Mehrkosten für die Anschaffung umweltschonender Fahrzeuge statt Dieselantrieb und machen den Umstieg noch einmal attraktiver.


Methan im Schwerlastverkehr – auf leisen Sohlen nach vorn
Etliche Nutzfahrzeughersteller haben den umweltschonenden Methanantrieb bereits im Programm. Äußerlich ist praktisch kein Unterschied zur Dieselausführung erkennbar, doch Fahrgeräusche und Schadstoffemissionen reduzieren sich deutlich. Besonders vorteilhaft ist dies im städtischen Verkehr, wo jedes Dezibel und jedes Mikrogramm weniger die Lebensqualität und Akzeptanz verbessern.

So setzen immer mehr Unternehmen auch bei den "Brummis" oder kommunalen Fahrzeugen auf diese Alternative. Bislang sind Fahrzeuge mit methanbasiertem Antrieb hier sowieso die einzig verfügbare Option – dafür aber zum Teil in zwei Varianten: einmal mit klassischem CNG-Antrieb, also Compressed Natural Gas, das auch normale PKW tanken. Zum zweiten basierend auf der Kraftstoffquelle LNG (Liquefied Natural Gas), das durch zusätzliche Kühlung verflüssigt und weiter verdichtet wird. Damit steigt der Energiegehalt nochmals erheblich und ermöglicht problemlos auch dieseladäquate Reichweiten.

Mit gutem Beispiel voran:
Grau ist alle Theorie, was zählt sind Taten: Die folgenden Unternehmen und Flottenbetreiber setzen bereits auf den umweltschonenden Antrieb mit CNG und LNG und planen teilweise sogar die Komplettumstellung ihres Fuhrparks. Das Spektrum zeigt, der Einsatz ist praktisch überall möglich und sinnvoll.

Kommunale Fahrzeuge, Stadtreinigung und Entsorgung: Die Berliner Stadtreinigung BSR hat das Kreislaufsystem optimiert, ihre 150 Mercedes Benz Econic-CNG-Müllfahrzeuge werden mit selbst erzeugtem Biomethan aus den gesammelten Reststoffen betankt.



Mercedes-Müllfahrzeuge mit CNG-Antrieb werden auch in Stuttgart, München und St. Ingbert eingesetzt. Nachahmung bundesweit empfohlen.

Transport und Spedition: Die Firma Zippel beliefert unter anderem den Autohersteller BMW in Leipzig mit CNG-LKW von Scania. Getankt wird in der Region 100 % Biomethan. Auch Audi, im PKW-Bereich selbst CNG-Fahrzeughersteller, wird mittels CNG-Scanias beliefert.



Bei Aldi Süd kommen im Raum Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf bereits 4 Iveco Stralis mit CNG-Antrieb zum Einsatz.



Der große Bio-Händler Bodan nutzt CNG-Modelle von Scania im Verteilerverkehr der Bodenseeregion und fährt konsequent Bio mit 100 % Bio.

Deutschlands größter Entsorger Remondis (immerhin 8.000 Fahrzeuge) steigt auf CNG um und wird künftig die Modellpalette auf verschiedene Modelle von Iveco umstellen.



Das Rosenheimer Logistikunternehmen BTK nimmt 15 Sattelzugmaschinen IVECO Stralis NP mit LNG-Antrieb in seinen Fuhrpark auf.


Sind Sie bereit für den Umstieg?
Wer sich selbst davon überzeugen will, dass methanbetriebene schwere Nutzfahrzeuge universell einsetzbar sind, sollte die aktuelle Demo-Tour von Iveco besuchen: Mit 18 aufgebauten CNG- und LNG-Fahrzeugen präsentiert der Hersteller deutschlandweit ein lückenloses und sauberes Methangas-Fahrzeugprogramm zwischen 3,5 und 40 Tonnen. Auch das neue Modell X-Way, das verschiedene Ausführungen für die Bauwirtschaft bietet.

Fazit: Der Umstieg ist problemlos möglich, die Fahrzeuge sind verfügbar, praxisgerecht und reduzieren Lärm, Schadstoffe und CO-Ausstoß im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Auch die Kraftstoffkosten sinken, so dass eine Amortisation nach relativ kurzer Zeit möglich wird. Ein weiterer positiver Effekt betrifft die Tankstellensituation, denn die Auslastung und Wirtschaftlichkeit wird deutlich angehoben. Das schafft Potenzial für den zügigen Ausbau des Netzes und optimiert die Versorgungssicherheit für alle. Nach der LKW-/Logistik-Kampagne "Friends on the Road" könnte also schon bald das Programm "Freu(n)de beim Tanken" folgen...




Author: gibgas_exklusiv Birgit Maria Wöber

Sauber gefördert: Brummis mit CNG-/LNG-Antrieb!

Soeben wurde die "Richtlinie über die Förderung von energieeffizienten und/oder CO2-armen schweren Nutzfahrzeugen in Unternehmen des Güterkraftverkehrs" durch den Gesetzgeber auf den Weg gebracht. Damit erhalten umweltorientierte Betreiber künftig finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung methanbetriebener LKW und Sattelzugmaschinen.

Es geht voran mit den umweltschonenden Methan-Antrieben – auch im Schwerlastverkehr. Für LKW und Sattelzugmaschinen, die CNG oder LNG tanken, gibt es künftig attraktive Zuschüsse, die den Mehrpreis gegenüber klassischen Diesel-Brummis abfedern und damit den Umstieg auf saubere Alternativen erleichtern. Das Förderprogramm ist Teil der Maßnahme 4.6.1 „klimafreundliche Gestaltung des Güterverkehrs“ des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 und soll für eine Treibhausgas-Reduktion von 20.000 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2020 sorgen. Mehr zur Förderung lesen Sie beim Bundesverkehrsministerium (BMVI).

Guter Zeitpunkt für den Umstieg
Unternehmen kalkulieren scharf und brauchen verlässliche Bedingungen. Der Staat soll dafür den geeigneten Rahmen setzen - auch im Sinne seiner übergeordneten oder längerfristigen Ziele. Im Straßenverkehr, nicht gerade der kleinste Faktor bei Energiewende und Klimazielen, müssen noch viele Schritte in Richtung Dekarbonisierung gegangen werden. Europaweit wird nach verbindlichen EU-Richtlinien gerade die Infrastruktur für CNG und LNG verstärkt ausgebaut. Doch stehen die Unternehmen des Güterkraftverkehrs auch vor der Herausforderung, ihre Fahrzeugflotten den steigenden Anforderungen für CO2-arme, umweltschonende Mobilität anzupassen, um keinen Beschränkungen oder möglichen Fahrverboten ausgesetzt zu sein. Von daher kommt das neue Förderprogramm zur rechten Zeit, um notwendige Veränderungen mit anzuschieben.

Erst die Förderung, dann das Fahrzeug!
Wer umsteigen will, um im Güterkraft- oder Werksverkehr von der neuen Förderung zu profitieren, muss ein paar Dinge dabei beachten. Der Förderantrag muss grundsätzlich vor Beginn bzw. Anschaffung/Kaufvertrag/Zulassung von LKW oder Zugmaschine(n) eingereicht werden. Förderberechtigt sind Unternehmen des Güterkraftverkehrs, auch Werksverkehre fallen darunter. Die schweren Nutzfahrzeuge (mind. 7,5 t Gesamtgewicht) müssen als serienmäßiges Neu-fahrzeug in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union angeboten werden. Die Mindesthaltedauer sowie die ununterbrochene Zulassung in Deutschland betragen vier Jahre. Mietkauf und Leasing sind möglich. Die Förderhöhe richtet sich nach der jeweiligen Antriebsart und darf 40 % der Mehrkosten gegenüber einem entsprechenden Diesel-LKW mit Euro VI-Norm nicht übersteigen. Pro Nutzfahrzeug mit CNG-Antrieb gibt es einen Zuschuss von 8.000 Euro, pro LNG-Fahrzeug sogar von 12.000 Euro!

CNG und LNG – echte Alternativen im Güterkraftverkehr
Das Gute an solchen Veränderungen sind längst nicht nur der technische Fortschritt oder der Nutzen für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität. Im Falle von CNG und LNG mindert es auch die Betriebskosten, fördert die heimische Industrie, regionale Strukturen, sichert Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Dabei ist das Gesamtpaket längst keine Zukunftsvision, sondern bereits verfügbare Realität. Nicht nur beim sauberen Kraftstoff aus fast CO2-neutralem Biomethan (CNG), sondern auch beim Fahrzeugangebot. Führende Hersteller bieten hier bereits Fahrzeuge an, die mit Compressed Natural Gas oder der verflüssigten Variante Liquefied Natural Gas betrieben werden können und sich im Markt bewährt haben. Es kann also losgehen!

Vom Beratungsknowhow profiteren
Wer als Unternehmen von den neuen Fördermöglichkeiten profitieren will oder weitergehende Beratung braucht, findet in gibgas jederzeit den richtigen Ansprechpartner. Natürlich auch bezüglich CNG-/LNG-Tankstellen, Fahrzeugen, Routing fürs In- und Ausland sowie praktischen Unterstützungs-Tools.



Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter

Der Münchener ÖPNV wird individuell – mit CNG!

Dass man mit dem 130 Oktan-Kraftstoff CNG einen richtigen Tiger im Tank hat, dürften viele Nutzer schon wissen. Die Münchener SWM und MVG setzen mit dem sprichwörtlichen Kraftprotz und einem innovativen Mobilitätsservice nun zu einem neuen großen Sprung an: IsarTiger heißt das Projekt, das Mensch und Umwelt in der bayerischen Landeshauptstadt künftig beglückt.

Urbane Mobilität besitzt viele Facetten und Ausprägungen. Doch der Verkehr bringt Städte immer wieder an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. So auch die Isarmetropole. Um Verkehrsinfarkt, Parkplatzproblemen, Luftverschmutzung und drohenden Strafen zu entgehen, braucht es neue Konzepte. Konzepte, die alltagstauglich sind, den Menschen entgegenkommen und sich möglichst schnell und einfach umsetzen lassen.

Mobilität "on Demand" – natürlich mit CNG
Der klassische ÖPNV bietet direkte Lösungen für die Massenbeförderung, lässt sich auf individuelle oder flexible Bedürfnisse aber nur bedingt anpassen. Das neue Konzept "IsarTiger" setzt auf kleinere, dafür aber punktgenaue, komfortable, umweltschonende und preisattraktive Beförderungseinheiten. "Ridesharing" – also das Teilen von Fahrtstrecken – ist dabei der grundsätzliche Weg. Intelligent wird das Konzept durch eine entsprechende Steuerungssoftware sowie eine nutzerfreundliche App, umweltfreundlich durch das dahinter stehende Fahrzeugkonzept. Damit kommen wir zu der guten Nachricht für CNG-Freunde.
Zum Projektstart setzen die Initiatoren, die Stadtwerke München (SWM) und die Münchener Verkehrs Gesellschaft (MVG) auf eine Kombination von CNG- und E-Fahrzeugen. Aufgrund des großzügigen Raumkonzepts und der Reichweite kommen VW Caddy TGI in der Maxi-Version zum Einsatz. So finden bis zu sechs Passagiere Platz. In der dreimonatigen Testphase (Stufe 1) mit 20 Fahrzeugen sind noch VW eGolf und BMW i3 dabei, die bis zu drei Fahrgäste aufnehmen können. Für den späteren Regelbetrieb (Stufe 3) mit vergrößertem Einzugsbereich sind dann bis zu ca. 60 (!) VW Caddy TGI geplant.

Neue Wege – nicht nur für die Landeshauptstadt
MVG IsarTiger startet im Juni 2018 den Testbetrieb mit Abo-Kunden im westlichen Stadtgebiet München, voraussichtlich ab Herbst in der Erprobungsstufe 2 darf dann jedermann mit einsteigen. Der Service wird zunächst an Wochenenden zu den klassischen Ausgehzeiten angeboten. Fahrgäste buchen per Smartphone-App eine Fahrt, Startpunkt ist jedwede öffentliche Haltestelle in der Nähe, die auch auf der App angezeigt wird. Passagiere und Fahrzeuge, die optimal zueinander passen, werden blitzschnell miteinander gepaart. Linienwege und Fahrpläne gibt es nicht, die genaue Fahrtroute legt ein Algorithmus fest, der auch Buchungen weiterer Kunden berücksichtigt, so dass Fahrten und Kosten geteilt und die Fahrzeuge optimal ausgelastet werden.

Neben den Kooperationspartnern SWM und MVG ist mit door2door ein renommiertes Technologie-Unternehmen an Bord, das die komplette Software-Lösung für den MVG IsarTiger zur Verfügung stellt. Dazu Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung: „On-Demand-Services sind im Prinzip keine neue Idee. Flexible Bedienkonzepte wie Anrufsammeltaxis (AST) und Rufbusse gab und gibt es im ÖPNV bundesweit. Neue Möglichkeiten und Entwicklungspotenziale ergeben sich aber durch die Bestellmöglichkeiten und die Abwicklung über Apps." Der Fahrgast bestellt sich hier per Smartphone einfach Mobilität nach Maß und die MVG als Betreiber geht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung integrierter Mobilitätsdienstleister.

Zukunftsträchtig, ausbaufähig, synergetisch = vorbildlich!
„Als eine der ersten Metropolen Europas bringt München einen dynamischen On-Demand Rideshare Service auf die Straße und zeigt damit, wie sich der ÖPNV um smarte, bedarfsgerechte Angebote erweitern lässt”, so Dr. Tom Kirschbaum, Gründer und Geschäftsführer von door2door.

Dass dieses Beispiel für zahlreiche Städte und Metropolen Vorbildcharakter haben könnte, steht bei genauer Betrachtung außer Frage. Dafür sprechen die schnelle und praxisgerechte Umsetzung und der Ergänzungscharakter zu den bestehenden Diensten. Auch aus Kundensicht ein attraktives Angebot, das Komfortaspekte, Kostenvorteile und maximale Flexibilität kombiniert. Die bessere Auslastung mit zudem umweltschonenden CNG-Fahrzeugen bringt Vorteile für Luftqualität, Lebensraum und ist auch für die lokale Wirtschaft – inklusive der CNG-Tankstellen – ein deutlicher Pluspunkt.

Planungssicherheit durch eine verfügbare Größe – CNG Fahrzeuge
Neben dem prinzipiell in jeder Betriebsweise, Entfernung und Jahreszeit unproblematischen Handling von CNG-Fahrzeugen sprechen auch die sofortige Verfügbarkeit passender kostengünstiger KFZ und des umweltschonenden Kraftstoffs CNG für diese Variante. Erst recht, wenn das CNG aus erneuerbaren Quellen wie abfallstämmigem Biomethan oder überschüssigem Windstrom stammt, wie in München möglich. So kann der Individualverkehr ohne Komfortverlust reduziert werden – und die Umwelt doppelt entlastet. Also genau das, was Städte brauchen und ständig gefordert wird.


Author: gibgas_exklusiv Frank Wolter